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3 Minuten mit: Jennifer Tony Jakobs

Ehemalige Teilnehmerin der Umschulung zur Verwaltungsfachangestellten

Jennifer Tony Jakobs absolvierte von 2018 - 2020 erfolgreich eine Umschulung zur Verwaltungsfachangestellten in der Bfz-Essen. Die 37-jährige Mutter schaffte im Frühjahr 2020 – kurz vor Beginn der Pandemie - ihren Abschluss inkl. Abschlussprüfungen am Studieninstitut der Stadt Essen.

Bereits im vergangenen Jahr stellte sie sich für ein Interview und einen Film den Fragen unserer Marketing-Abteilung  – beides findet sich übrigens auf unserer Bfz-Homepage unter: https://www.bfz-essen.de/bfz-einblicke/bfz-stories/3-minuten-mit-jennifer-tony-jakobs.

Heute, über ein Jahr später, haben wir sie erneut getroffen. Aus aktuellem Anlass natürlich virtuell. Dieses Mal wollten wir von ihr wissen, wie sich ihr Leben in dem Jahr nach ihrem Abschluss verändert hat und ob ihre damalige Entscheidung, diese Umschulung zu machen, die Richtige für sie war. Ihre Antworten und ihr bisheriger Werdegang sind dabei überraschend.

Haben sich die Vorstellungen von dem Beruf der/des Verwaltungsfachangestellten in der Realität bewahrheitet oder war alles ganz anders?

Ja, es hat sich bewahrheitet. Der Beruf entspricht dem, wie es mir vorab in der Beratung der Bfz-Essen erklärt wurde.

Wie viel aus den Inhalten der Umschulung konnten Sie bislang im Beruf umsetzen?

Aktuell gar nicht so viel. Ich denke, das liegt aber letztlich daran, welche Stelle man am Ende bekommt. In meinem Fall habe ich eine Stabsstelle, dort mache ich allgemeine Bürodienste in Kombination mit Haushaltsangelegenheiten. Die dafür nötigen Inhalte hatten wir in der Umschulung weniger behandelt. In einem anderen Bereich könnte ich sicherlich weitaus mehr aus dem schulischen Unterricht nutzen.

In meiner Stelle bin ich dabei dem Amtsleiter des Amtes für Bürgerdienste der Stadt Marl unterstellt. Ich koordiniere interne Prozesse und unterstütze das Amt und die Leitung. Meine Stabsstelle beinhaltet auch Teile einer Verwaltungsfachangestellten. Zum Beispiel bestelle ich Materialien, plane die dazugehörigen Summen und muss dazu wissen, was gesetzlich in der Haushaltplanung zu berücksichtigen ist. Im Ausländerbereich (ebenfalls ein Teil unseres Amtes) z.B. muss ich bei der Haushaltsplanung wissen, wieviel Geld zur Verfügung steht und welche Summen ausgezahlt werden dürfen.

Wie sind Sie zu der Stelle gekommen? War es Zufall oder geplant?

Teils, teils. Ich wollte zwar etwas mit Haushaltskoordination machen; einfach, weil ich gerne mit Zahlen arbeite. Aber die Stelle selber war so nicht direkt geplant gewesen. Ich habe mich nicht auf die Stelle beworben, sondern während meines Praktikums wurde die Stelle frei und es stand bereits vor Ende meiner Umschulung fest, dass ich sie nach meinem Abschluss übernehmen kann.

Wie klappt es, mit mittlerweile zwei Kindern berufstätig zu sein?

(lacht) Es ist schon anstrengend, das muss ich ehrlich sagen. (Anm. d. R.: Jennifer Jakobs ist vor einigen Monaten erneut Mutter geworden). Aber da mein Mann wechselnden Schichtdienst hat und ich in Gleitzeit arbeite, kriegen wir das gut gehändelt. Außerdem sind alle hier im Amt sehr hilfsbereit und unterstützend. Auch mein Chef. Er ist auch einverstanden damit, dass ich z.B. an einem Tag mittags und an einem anderen Tag nachmittags arbeite. Meinem Chef ist es wichtig, dass die Arbeit erledigt wird, aber wann, das kann ich selber planen. Da ist das Amt sehr familienfreundlich.

Und in Notfällen kann man auch mal Arbeitszeit auf den nächsten Tag switchen; außerdem versuche ich, immer Plusstunden aufzubauen, um im Notfall einen zeitlichen Puffer zu haben.

Bestehen noch Kontakte zu alten Mitschüler*innen oder Dozent*innen aus der Bfz-Essen?

Zu Dozent*innen nicht, aber zu dem bzw. der ein(en) oder anderen Mitschüler*in  schon, aber auch nicht sehr intensiv. Allerdings hatten wir schon geplant, uns im November mit einigen Personen aus der Umschulung zu treffen und zusammen essen zu gehen. Das war dann leider aufgrund von Corona nicht möglich gewesen. Hoffentlich können wir das bald nachholen.

Wie sind die weiteren geplanten Karriereschritte? Gibt es z.B. eine Fortbildung, die Sie absolvieren möchten oder gibt es konkrete Ziele, die Sie noch erreichen möchten?

Also aktuell bin ich gut beschäftigt und auch zufrieden. Aber wenn ich ehrlich zu mir selber bin, kann es gut sein, dass ich mich irgendwann mal weiterbilden werde. Aktuell mag ich aber meine Stelle, ich habe einen netten Chef und ein tolles Team. Ich mag die Arbeit wirklich sehr und ich habe genau damit zu tun, was ich gerne mache. Das ist für mich optimal.

War es im Nachhinein betrachtet für Sie die richtige Entscheidung, diese Umschulung zu machen?

Ja. Eindeutig ja. Ich hätte früher nie gedacht, dass ich in diesem Bereich und im Umgang mit Gesetzen so viel Spaß haben kann. (Anm. d. R.: Jennifer Jakobs war früher in der Systemgastronomie tätig). Hätte ich das früher gewusst, hätte ich mich vielleicht schon damals für diesen Beruf entschieden.

Wie hat sich Ihr Arbeitsalltag durch die Umschulung – und dem neuen Beruf - verändert?

Also im Gegensatz zur Systemgastronomie ist er komplett anders. Während der Umschulung und auch in der Zeit danach war ich noch Vollzeit tätig. Aber nun arbeite ich in Teilzeit; dadurch ist alles etwas durchgewirbelt: mal arbeite ich vormittags, dann wiederum nachmittags.

Aber nicht nur zeitlich ist es jetzt anders als vorher. Die Arbeit ist generell entspannter als vorher in der Gastronomie. Früher war ich oft angespannt, musste Fristen einhalten, war immer auf 180 und musste immer 120% geben. Da ist die Arbeit in der Verwaltung schon kontrollierbarer.

Rückblickend würde ich die Umschulung sofort wieder machen.


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